Schuhrotation erklärt

Woman in pink top and black leggings tying laces on multicolour racing spikes while seated on a blue running track.

Viele Läufer absolvieren alle ihre Trainingseinheiten mit demselben Paar Laufschuhe. Dennoch entscheiden sich immer mehr Läufer dafür, ihre Laufschuhe zu wechseln – und dafür gibt es einen guten Grund. Aber wann lohnt sich ein Schuhwechsel? Brauchst du wirklich mehrere Laufschuhe? Und welche Schuhe benutzt du für welches Training? In diesem Artikel erklären wir dir, wie ein Schuhwechsel funktioniert und welche Vorteile er für dein Training haben kann.

Was ist ein Schuhwechsel?

Eine Schuhrotation bedeutet, dass du während deiner Trainingseinheiten zwischen mehreren Laufschuhen wechselst. Anstatt bei jedem Lauf dasselbe Paar Schuhe zu tragen, verwendest du verschiedene Schuhe für unterschiedliche Trainingsarten. So wählen viele Läufer bequeme Schuhe mit mehr Dämpfung für ruhige Ausdauerläufe und leichtere, reaktionsfreudige Schuhe für Tempoläufe, Intervalltraining oder Wettkämpfe.

Dafür brauchst du wirklich nicht gleich fünf oder sechs Paar Laufschuhe. Für viele Läufer ist eine Kombination aus zwei verschiedenen Schuhen schon ein guter Anfang.


Wie funktioniert eine Schuhrotation?

Circular diagram showing a shoe rotation cycle with five categories: Trail, Allround, Tempo, Wedstrijd, and Spikes

Welche Laufschuhe eignen sich für eine Schuhrotation?

Für die meisten Läufer beginnt eine Schuhrotation mit einem guten Allround-Laufschuh. Das ist der Schuh, mit dem du deine täglichen Kilometer zurücklegst, zum Beispiel bei lockeren Ausdauerläufen und normalen Trainingseinheiten. Läufst du öfter oder trainierst du auch schneller? Dann entscheiden sich viele Läufer dafür, noch einen Tempolaufschuh hinzuzunehmen. Danach kannst du deine Rotation je nach deinen Zielen und Trainingseinheiten weiter ausbauen.

ASICS women's running shoe in black with white logo, chunky cream and pink midsole, coral outsole accent, side view

Allround-Laufschuhe (Daily Trainers)

Fast jeder Läufer fängt mit diesem Schuh an. Allround-Laufschuhe sitzen bequem, dämpfen gut und bieten ausreichend Stabilität. Damit legst du all deine täglichen Kilometer zurück, von lockeren Ausdauerläufen bis hin zu längeren Läufen. Für viele Läufer bleibt dies der einzige Schuh, den sie brauchen.

Side view of an ASICS racing shoe in bright green with black logo, thick white midsole, and knit upper

Laufschuhe (Performance-Trainer)

Läufst du öfter oder wird dein Training schneller? Dann nehmen viele Läufer einen Tempolaufschuh in ihren Schuhwechsel auf. Tempolaufschuhe sind leichter und reaktionsfreudiger als Allround-Schuhe. Sie eignen sich für Tempoläufe, Intervalle und progressive Dauerläufe. Viele Modelle verfügen über eine Carbonplatte, die dir zusätzliche Energie zurückgibt, und viele Läufer laufen damit auch ihre Wettkämpfe.

Adidas running shoe in white with black three-stripe branding, red heel accent, and Lightstrike Pro midsole, lateral view.

Wettkampfschuhe

Am Wettkampftag selbst entscheiden sich viele Läufer für einen Schuh, der noch etwas leichter ist als ihr Tempolaufschuh. Wettkampfschuhe sind direkter, oft mit einer Carbonplatte ausgestattet und auf maximale Geschwindigkeit ausgelegt. Diese Leichtigkeit geht allerdings auf Kosten der Stabilität. Deshalb eignen sie sich weniger für das tägliche Training. Die meisten Läufer heben sie sich daher für Wettkämpfe auf und machen ab und zu ein schnelles Training, um sich daran zu gewöhnen.

Nike track spike in orange with rainbow-gradient midsole, dark Swoosh, and green sprint spike plate, lateral view.

Spikes

Spikes sind Spezialschuhe für Training und Wettkämpfe auf der Leichtathletikbahn, wo Griffigkeit, Geschwindigkeit und direkter Kontakt zum Untergrund wichtig sind. Spikes sind noch leichter und reaktionsfreudiger als Wettkampfschuhe, mit Noppen unter der Sohle, die für zusätzlichen Halt auf der Bahn sorgen. Für die meisten Läufer gehören sie nicht fest zur Schuhrotation, sind aber besonders interessant, wenn du regelmäßig auf der Bahn trainierst.

Hoka trail running shoe in black and white colorway, lateral view showing lugged outsole and HOKA branding

Trail-Schuhe

Läufst du regelmäßig auf unbefestigten Wegen, wie Waldwegen, Hügeln oder technischen Trails? Dann mangelt es einem normalen Laufschuh auf diesem Untergrund schnell an Griffigkeit und Stabilität. Trail-Schuhe sind genau dafür gemacht. Manche Modelle sind für technisches, schlammiges Gelände konzipiert, andere eignen sich eher für eine Kombination aus Straße und leichten Trails.

3 Gründe, warum es gut ist, seine Schuhe abzuwechseln

1. Du trägst bei jedem Training die richtigen Schuhe

Nicht jedes Training erfordert denselben Laufschuhtyp. Für lockere Ausdauerläufe brauchst du oft mehr Komfort und Dämpfung, während dir bei Tempoläufen oder Intervalltrainings ein leichter und reaktionsfreudiger Schuh mehr nützt. Mit einer Schuhrotation passt du deine Schuhe an das Trainingsziel an.

2. Du belastest deinen Körper weniger einseitig

Genau diese Abwechslung ist ein wichtiger Vorteil des Schuhwechsels. Laufen ist nämlich eine Sportart, bei der du immer wieder dieselbe Bewegung wiederholst. Indem du verschiedene Schuhe trägst, sorgt dein Körper beim Laufen für mehr Abwechslung und du verringerst das Risiko einer Überlastung.

3. Deine Schuhe halten länger

Läufst du immer mit demselben Paar Laufschuhen? Dann legst du auch alle Kilometer mit genau diesem einen Paar zurück. Indem du mehrere Laufschuhe abwechselnd trägst, verteilst du die Belastung auf verschiedene Paare. Dadurch halten deine Schuhe länger und nutzen sich weniger schnell ab.

Adidas running shoe in white, teal and coral colorway illuminated under spotlight surrounded by other running shoes

Finde deine idealen Laufschuhe

Mehr als 100.000 Läufer haben es dir vorgemacht. Mach den Test und finde in wenigen Minuten heraus, welche Schuhe zu deinem Laufstil passen.

Indem du verschiedene Laufschuhe abwechselnd trägst, nutzt du für jedes Training einen Schuh, der zum Ziel deines Laufs passt. Diese Abwechslung sorgt dafür, dass viele Läufer bequemer trainieren und mehr aus ihren Trainingseinheiten herausholen.

Menno Munster

Produktexperte

Headshot portrait of Stride athlete Menno Munster in a black Stride t-shirt against a white background.

Wann bringt ein Schuhwechsel wirklich einen Mehrwert?

Nicht jeder Läufer braucht auf Anhieb mehrere Paare Laufschuhe. Läufst du ein- oder zweimal pro Woche eine gemütliche Runde? Dann reicht oft schon ein guter Allround-Laufschuh. Eine Schuhrotation wird vor allem dann interessant, wenn du häufiger oder abwechslungsreicher trainierst. Zum Beispiel, wenn du:

  • 3 Mal pro Woche oder öfter läuft

  • Intervall- oder Tempotraining macht

  • trainiert für einen Wettkampf oder einen Marathon

Für viele Läufer ist eine Kombination aus einem bequemen Allround-Schuh und einem leichteren Tempolaufschuh bereits ein logischer erster Schritt. Den Allround-Schuh nutzt du für die meisten deiner Trainingseinheiten, den Tempolaufschuh für deine schnelleren Einheiten oder am Wettkampftag. Du brauchst also wirklich nicht sofort fünf verschiedene Schuhe, um von einer Schuhrotation zu profitieren.

Menno Munsters Schuhrotation

800 m – Halbmarathon | 4–6 Lauftrainings pro Woche | ca. 70 km pro Woche

Menno benutzt verschiedene Laufschuhe für gemächliche Ausdauerläufe, Trainingseinheiten auf der Bahn, Wettkämpfe und Trail-Läufe. Bei seiner Schuhrotation wechselt er vor allem zwischen bequemen Alltagsschuhen, leichten Temposchuhen und schnellen Wettkampfschuhen.

Die Schuhrotation von Remyo Tielsema

Marathon bis 10 Kilometer | Marathonläufer auf nationalem Niveau | hohes Trainingspensum

Remyo wechselt in seiner Schuhrotation vor allem zwischen bequemen Langstreckenlaufschuhen, vielseitigen Tempolaufschuhen und schnellen Wettkampfschuhen für Marathons und Straßenläufe. Da er während seiner Marathonvorbereitung viele Kilometer zurücklegt, hat jeder Schuh in seiner Rotation eine klare Aufgabe.

Close-up of adidas blue and teal running shoes being laced by a runner wearing white grip socks on a red track

Endspurt

Für viele Läufer muss eine Schuhrotation gar nicht kompliziert sein. Du brauchst nicht gleich einen Schrank voller Schuhe, um davon zu profitieren. Oft reicht schon eine Kombination aus einem bequemen Allround-Laufschuh und einem leichteren Tempolaufschuh aus. Wenn du mehr trainierst oder dir neue Ziele setzt, erweiterst du deine Rotation später einfach um andere Schuhe, die dazu passen.

Und seien wir mal ehrlich: Ein neues Paar Laufschuhe anzuziehen macht einfach immer wieder Spaß. Bist du dir unsicher, welche Schuhe am besten zu deinem Training oder deiner aktuellen Schuhrotation passen? Dann wende dich doch einfach an unsere Produktexperten über die Kundenservice.

Geschrieben von:

Von Menno Munster

Product Expert

Gepassioneerd over sport en bewegen

Blog dieses Experten lesen